Dieses Buch ist sicher nicht geeignet, um eine katholische Grundbildung zu erlangen, über diese sollte man bei der Auseinandersetzung mit dem Inhalt schon verfügen. Um einen komplexen Überblick über die päpstliche Macht im Wandel der Geschichte zu bekommen, ist es sehr zweckdienlich. Ich sehe Rudolf Lills Werk eher als eine Art Kompendium, in dem man bei Bedarf nachschlagen kann. Denn eine Lektüre von Anfang bis Ende fand ich trotz der nur 288 Seiten ein wenig beschwerlich. Das Buch ist klar und logisch gegliedert, ausführliche, als Anmerkungen beigefügte Quellen, zeigen, welchen Aufwand Rudolf Lill bei der Recherche zu diesem fundierten Sachbuch betrieb. Darüber hinaus sind im Anhang die Karrieren der Päpste und Kardinalssekretäre ab 1800 aufgeführt. „Die Macht der Päpste“ besticht nicht nur durch die Fülle der aufbereiteten Informationen, es ist auch augenscheinlich ein sehr ansprechendes Buch.
Über den Autor (Quelle: amazon.de)
Rudolf Lill ist Professor emeritus für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Karlsruhe, wo er die Forschungsstelle „Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten“ leitete. Als Gastprofessor lehrte er an mehreren italienischen Universitäten und ist Lehrbeauftragter für italienische Geschichte der Universität Bonn.


