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Huston, Nancy - Instrumente der Finsternis




Huston, Nancy - Instrumente der Finsternis

Beitragvon Krümel » 19.11.2007, 11:08

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Interessante Gedanken, tiefe Gefühle, aber es fehlte was!

Eigentlich handelt der Roman von vier Müttern. Zwei davon sind die tragenden Protagonistinnen des Romans, und deren Mütter.
Ferner schildert der Roman die historische Geschichte von Barnabé und Barbe aus dem Mittelalter; und von einer Schriftstellerin aus der Jetztzeit. Kapitel für Kapitel wechselt die Handlungsebene.

Eine Mutter stirbt bei der Geburt ihrer Zwillinge, und erscheint dem Jungen in seinen Träumen. Das Mädchen der Zwillinge hatte die Glückshaube an, und braucht aus diesem Grund diese Fürsorge nicht.
Eine andere Mutter wird jedes Jahr Mutter ohne das sie dies wirklich möchte und es ihr gut tut, denn ihr eigenes Leben muss sie diesem unterordnen.
Eine weitere Mutter soll zur Mutter werden, wird aber von ihrer Mutter dazu gebracht, keine Mutter zu werden. Diese Geschichte verfolgt sie ihr Leben lang, sowie ihre Sehnsucht nach ihrem Zwilling sie innerlich zerfrisst.
Und dann die letzte Mutter. Wird sie Mutter oder ist es nur der Schein?

Alle Muttergeschichten sind sehr tief und berühren den Leser, aber dennoch fehlt dem Buch etwas. Ich kann es noch nicht einmal richtig in Worte kleiden, vielleicht ein wenig mehr Emotionen; oder eine bessere Verknüpfung zwischen den zwei Ebenen. Dieses unbefriedigende Gefühl könnte aber auch durchaus gewollt sein, denn es zwingt einem quasi dazu, über das Geschriebene lange nachzudenken!?

Über die Autorin:
Nancy Huston wurde 1953 in Kanada geboren. Seit 1974 lebt sie in Paris und hat bereits zahlreiche Artikel, Essays und preisgekrönte Romane veröffentlicht.

Bewertung: :stern: :stern: :stern:
BildLiebe Grüße,
Krümel



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von Anzeige » 19.11.2007, 11:08

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Beitragvon Salome » 19.11.2007, 15:02

Doch solch ein mildes Urteil? Dann hat mich das Buch bei meinem ersten Leseversuch doch auf dem falschen Fuß erwischt. Bei mir hatte das Buch ja 0 Sterne. Ich werde bei Gelegenheit doch noch mal reinschauen! :D
Salome
 

Beitragvon Karthause » 19.11.2007, 15:14

Willst du einem Buch, das du mit 0 Sternen bewertet hast noch einmal eine Chance geben? Vielleicht sind unterschiedliche Geschäcker die Urasache dafür. Ein Buch, das ich so schrecklich fand, wird von mir sofort veräußert.
Viele Grüße
Karthause

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Beitragvon Salome » 19.11.2007, 15:53

Ich kann es eben einfach nicht fassen, Karthause. Ich konnte in den merkwürdigen Stil überhaupt nicht reinfinden. Aber vielleicht hast Du recht...
:grübel2:
Salome
 

Beitragvon Krümel » 19.11.2007, 16:56

Salome hat geschrieben:Ich kann es eben einfach nicht fassen, Karthause. Ich konnte in den merkwürdigen Stil überhaupt nicht reinfinden. Aber vielleicht hast Du recht...
:grübel2:


Merkwürdig oder sonderlich ist der Stil durchaus, aber ich fand ganz gut hinein, hatte keine großen Probleme.
Das wird bestimmt unser unterschiedliche Geschmack sein, denn in "Kokain" fand ich mich überhaupt nicht rein :oops:
BildLiebe Grüße,
Krümel



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Beitragvon Pippilotta » 24.10.2009, 17:43

Im Zuge von "Ein winziger Makel" bin ich nun auf diese Rezension gestoßen. Stilmäßig hat mich Nancy Huston auch nicht wirklich überzeugt, aber die Story selber hat mich doch sehr interessiert, wenn man auch aus der Idee mehr hätte machen können .... genauso schätze ich jetzt auch "Instrumente der Finsternis" ein. Mal sehen, ob ich es irgendwo ergattere.
Herzliche Grüße
Pippilotta


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