Doch auf einer Zwischenetage - bei der der Lift hin und wieder stecken bleibt, kann man - im Rahmen eines "Magischen Theater" à la Hesse - dem Schafsmann begegnen, eine Erfahrung, die den Ich-Erzähler mit einer Hotelangestellten verbindet.
Etwas konstruiert und zu bemüht erscheint mir diese Geschichte rund um den Protagonisten. Sie führt uns über unzählige Schauplätze bis hin nach Hawaii, viele Personen - für mich zu viele - erscheinen auf der Bildfläche und verschwinden wieder und der rote Faden geht meiner Meinung nach oft verloren. Auch die philosophischen Themen finden hier nur wenig Niederschlag. Darüberhinaus bedient sich Murakami der Ideen von Hesse und Kafka auf eine sehr plumpe,offensichtliche Art.
Das Buch wird oft als "Fortsetzung" von "Wilde Schafsjagd" bezeichnet. Meiner Meinung nach haben die beiden Bücher - außer dem Protagonisten und dem Namen des Schauplatzes - so gut wie gar nichts gemeinsam und handelt es sich um zwei eigenständige Bücher.
Es ist nicht notwendig, "Wilde Schafsjagd" vorher zu lesen, die Ereignisse dieses Buches werden in den ersten Kapiteln ohnedies zusammengefasst dargestellt. Für den weiteren Verlauf der Geschichte sind sie belanglos.
Für mich leider der bisher enttäuschendste Murakami!



