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Doyle, Larry - Ich liebe dich, Beth Cooper




Doyle, Larry - Ich liebe dich, Beth Cooper

Beitragvon Dr.Who » 11.01.2009, 13:13

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Hätte Denis gewusst was er mit nur einem einzigen Satz der Zuneigung seinem heimlichen Schwarm gegenüber anrichtet hätte er es wohl bleiben lassen.
Na gut, er hätte ja auch nicht vor über 3 500 Menschen, bei den Abschlussfeierlichkeiten der hiesigen Highschool, bei der er die Abschlussrede halten sollte, “Ich liebe dich, Beth Cooper!” ins Micro brüllen müssen.
In seinem Übermut hat er dann auch noch seinen Schwarm zu einer kleinen, nicht existierend, Party im eigenen Haus eingeladen. Womit er nicht gerechnet hat war das die Frau seiner Träume dann wirklich vor der Tür stand und noch weniger hätte er damit gerechnet das nicht mal ne Stunde später der aktuelle Freund von Beth, ein Kleiderschrank von einem Mann, mit seinem Humer auf dem elterlichen Rasen Parkt und Denis umbringen will weil er sein Mädchen angräbt.
Eine absolut wilde, verrückte und auch sehr schmerzhafte Odyssee beginnt…


Der Autor Larry Doyle ist kein Unbekannter. Nebst Drehbücher für verschiedene Filme hat er auch Storys für die “Simpsons” und “Beaves and Buthead” geschrieben.
I love you, Beth Cooper ist nun sein erster Roman und niemanden wundert es das der dazugehörige Film bereits in einigen Monaten in unseren Kinos zu sehen sein wird. Das Buch hat alles was so ein Teenefilm braucht. Hübsche Darsteller, peinliche Hauptcharaktere, peinliche Eltern und auch dieses typisch amerikanische Flair.
Natürlich aber auch mit allen negativen Aspekten. Die Story passt auf einen Bierdeckel und die Charaktere sind allesamt so dermaßen flach das sie stellenweise schon fast durchsichtig sind und nur auf Grund ihrer Namen auseinander gehalten werden können.
Auch scheinen manche Jokes an mir vorbei gegangen zu sein. Sei es nun das ich zu unamerikanisch oder auch schon zu alt für solch einen Klamauk bin, oder aber auch das mich Geschmacklich so manches einfach nicht angesprochen hat.
Dennoch hat das Buch mich 4 bis 5 mal hellauf lachen lassen so das ich einige Minuten brauchte um mich zu beruhigen und weiterlesen zu können.

Unterm Strich ist es nette Lektüre für Leute die schon Filme wie “Napoleon Dynamite” oder auch “Superbad” mochten jene werden zwei nette Nachmittage haben. Alle anderen Leser können das Buch getrost stehen lassen da es nicht, wie man uns andauern glauben machen will, eine völlig neue (Teenager-) Welt zeigt sondern lediglich einen anderen Blickwinkel auf die selbe, vom Kino verkitschte, grausame Welt.

PS.:Die deutsche Fassung erscheint im August 09.
Dr.Who
 

von Anzeige » 11.01.2009, 13:13

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