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Dann schüttelte er den Kopf und blickte Gracian mit strenger Miene an. >>Aber dieser Wahnsinn muss ein Ende haben, verstanden?<<, sagte er. >>Das war das letzte Mal, dafür sorge ich. Dieses Steckenpferd ist es nicht wert, dass du dein Leben dafür riskierst oder Mutters Seelenfrieden. Die Sterne können warten, Junge – das haben sie schon immer getan.<< (S.20)
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Oberschlesien im Winter 1940: nachts schleicht sich der fünfzehnjährige Gracian aus dem Haus, um auf einer Lichtung die Sterne bei Nacht zu beobachten. Doch Schlesien ist von den Deutschen besetzt und Gracian setzt mit jeder nächtlichen Erkundung sein Leben aufs Spiel, bis sein Bruder ihn eines Nachts erwischt und dafür sorgt das Gracian nachts zu Hause bleibt.
Und so lebt Gracian sein Leben weiter, geht zur Arbeit, hilft seiner Mutter und vermisst seine Sterne.
Doch bald drängen sich ihm andere Sorgen auf...
Ein kleines, unscheinbares Büchlein, dass leider sowohl im Original als auch in der deutschen Übersetzung nur noch antiquarisch zu beziehen ist.
Jay Basu hat mit seiner Erzählung
Die Sterne können warten ein unglaubliches Debut hingelegt.
Er erzählt ganz ruhig und leise eine aufwühlende Geschichte, die selber dazu einlädt mal zu den Sternen zu schauen.
Basu scheint lediglich eine einfach und schon oft dagwesene Geschichte über Menschen im zweiten Weltkrieg zu erzählen, doch er wendet all sein spachliches Talent auf, und so wird aus einer von Tatsachen inspirierten Geschichte fast ein Märchen, dass über Liebe, Freundschaft, Familie und Tod berichtet.
Mit fehlen immernoch die Worte, die dieses Buch am besten beschreiben würden.
Das Buch ist eine kleine Perle und es ist schade, dass dieses Buch bis jetzt das einzige ist von Jay Basu.