
Interessante Spekulation was werden könnte.
>Sonntag, 10. August, Uhrzeit: 21.40, Temperatur: 37 Grad, Ozonwert: 360, Zustand des Himmels: klar< So beginnt diese Erzählung und danach werden einige skurrile Gedanken niedergeschrieben. Das Tagebuch wird von einer Frau verfasst, die mit ihrer Tochter in einem 18 stöckigen Hochhaus wohnt, an dem Fassadenkletterer hinauf kraxeln um sich dann wieder hinab zu stürzen. Sie isst die sauer eingelegten Gurken ihrer Mutter und weiß, wenn sie die letzte Seite beschrieben hat, muss sie die Stadt verlassen.
>Der Mensch ist der Motor, erstellt den Grundzustand immer wieder her, das Chaos. Allerdings ein anderes Chaos als das Urchaos, das ja wohl eher eine Suppe war. Flüssig. Das Chaos des Menschen stimmt mit dem des Universums nicht überein. Der Mensch hofft es, aber es ist nicht so.<
Ganz langsam entschlüsselt sich diese Erzählung, und der Leser erfasst, worauf die Autorin hinaus möchte. Der Mensch ist die Ursache des Chaos und erzeugt „falsche Himmel“. Eine außergewöhnliche Erzählung, die vielleicht tief in die Zukunft blickt.
Liane Dirks ist 1955 geboren und arbeitet seit 1985 als freie Schriftstellerin. Sie pendelt und lebt zwischen Köln und Berlin. Weitere Titel, die von ihr erschienen sind: „Vier Arten meinen Vater zu beerdigen“, „Narren des Glücks“ und „Krystyna“.
Bewertung:
*






Ich fand ausnahmsweise gerade diese absolut karge Beschreibung von Nichts beschreibend 