(der Autor/in lebt noch, und spiegelt die heutige Zeit)
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Ghosh, Amitav - Hunger der Gezeiten

31.05.2007, 16:35

[center]Hunger der Gezeiten von Amitav Ghosh

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Piya, eine amerikanische Meeresbiologin, erforscht das Verhalten von Delfinen. Da sie indischer Abstammung ist, macht sie sich auf die Reise nach Indien, um dort in den Sundarbans die bedrohten Delfinarten zu suchen und zu katalogisieren.
Sie hat großes Glück, denn die indische Behörde in Canning stellt die Papiere für ihre Forschungsarbeiten aus. Jedoch soll sie ein Forsthüter der Behörde begleiten. Dieser hat es allerdings nur auf ihr Geld abgesehen, und ist nicht wirklich willens ihr bei ihrer Arbeit zu helfen.
Durch einen Zwischenfall mit dem Forsthüter, der sie immer mehr bedrängt, lernt sie glücklicherweise den Fischer Fokir kennen, der sie aus dieser misslichen Lage rettet, und sie nach Lusibari fährt. Dort treffen alle Protagonisten des Romans zusammen, denn Lusibari ist der Ausgangspunkt aller Geschichten.

Das Buch beinhaltet viele kleinere Geschichten, und wird aus der jeweiligen Perspektive berichtet. Eine Aufzeichnung dient dabei als Grundlage für die Vergangenheit, auch kommen verschiedene Protagonisten zu Wort. Dadurch entsteht für den Leser eine Sicht über mehrere Generationen, wodurch die Entwicklung des Landes vermittelt wird.
Es beschreibt politische Ereignisse, einen Aufstand von illegalen Siedlern, über Mythen und Kultur, ein Witwen-Aufbauprojekt, und über Dreiecksbeziehungen. Alles sehr interessante Themen!
Jedoch versteht es der Autor nicht das Interessante packend an den Leser zu bringen. Ich fand die Lektüre durchweg flach, einfach nicht mitreißend. Nur der Umstand, dass Indien für mich fremd und neu ist, hat mich dazu gebracht das Buch bis zum Ende zu lesen. Bedauerlich!

Bewertung: :stern: :stern: :stern:

31.05.2007, 16:35

01.06.2007, 07:13

Schade, hat sich wirklich nach der Inhaltsangabe sehr interessant angehört.
Kennst du "Das Gleichgewicht der Welt" von Rohinton Mistry? Mich hat das Buch damals beim Lesen sehr beeindruckt und mir ein Stück Indien (völlig fremd für mich) nahe gebracht. Man kann kaum glauben, dass es so etwas überhaupt gibt, aber tatsächlich habe ich letztens einen Bericht über Indien gesehen, bei denen ganze Familien getrennt auf der Straße gelebt haben. Ich verlink es dir mal.

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01.06.2007, 11:10

Danke für den Tipp wolves :D

Nach "Schule der Lügen" hatte ich Lust auf Indien bekommen, und griff zu jenem Buch. Es hat mir auch Indien nahegebracht, aber nach Fleischhauer sehr lasch, also diesen Spannungsbogen konnte Ghosh nicht liefern :wink:

01.06.2007, 12:01

Krümel hat geschrieben:Danke für den Tipp wolves :D


Gern geschehen. Schade, dass ich da noch kein Lesetagebuch gehabt hatte. Sonst könnte ich mehr darüber schreiben. Irgendwie fand ich das was ich gelesen habe, auch bedrückend.

01.06.2007, 17:53

@wolves

Ich habe das Buch von Rohinton Mistry ja noch auf meiner SUB-Wettbewerbs-Liste und werde mich zu gegebener Zeit dann dazu äußern. Es freut mich zu hören (und weckt mein Interesse), dass es dir gut gefallen hat.

Liebe Grüße
Siebenstein :wink:
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